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Otl Aicher ist einer der erfolgsreichsten und international renommiertesten deutschen Gestalter. Am 13. Mai 1922 in Ulm-Söflingen geboren, bewegte er sich als Jugendlicher im Kreis des antifaschistischen Pfarrers Franz Weiß und war ein entschiedener Gegner des NS-Staats. Über seinen Mitschüler Werner Scholl ergab sich eine enge freundschaftliche Beziehung zu dessen Geschwistern, so auch zu Hans und Sophie Scholl. Nach Kriegsende studierte er für kurze Zeit Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Bereits 1948 zog es ihn in seine Heimatstadt zurück, um dort ein grafisches Atelier zu gründen. Für die Ulmer Volkshochschule, deren Aufbau er mitorganisierte, schuf Otl Aicher eines der ersten Erscheinungsbilder im deutschsprachigen Raum.

Zusammen mit seiner späteren Frau Inge Scholl und Max Bill gründete Otl Aicher 1953 die Hochschule der Gestaltung in Ulm, die er zeitweise als Rektor leitete und zu deren wichtigsten Dozenten er zählte. Als Leiter der Abteilung Visuelle Kommunikation setzte der Gestalter entscheidende Maßstäbe im Bereich des Grafik-Design. Mit seiner Entwicklungsgruppe realisierte er an der Hochschule Projekte wie das Erscheinungsbild der Deutschen Lufthansa. Als die Hochschule 1968 geschlossen wurde, befand sich Otl Aicher auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Er wurde Gestaltungsbeauftragter für die XX. Olympischen Spiele in München 1972. Danach lebte und arbeitete Otl Aicher in Rotis im Allgäu. Nach diesem Ort benannte er seine zwischen 1986 und 1988 entworfene Schriftenfamilie.

Zahlreiche Erscheinungsbilder wie z.B. für das ZDF, den Frankfurter Flughafen und Firmen wie die Bayerische Rückversicherung, Bulthaup, Braun, Erco und FSB entstanden in Aichers Büro. Seine 1968 entwickelten Piktogramme avancierten innerhalb kurzer Zeit zu dem internationalen Bildzeichensystem. Darüber hinaus machte sich der Gestalter als Fotograf und Autor zahlreicher kulturkritischer Schriften einen Namen. 1991 starb er an den Folgen eines Unfalls.

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Damit wir jedoch unserem Bildungsauftrag gerecht werden, schreiben wir die Texte und Berichte selbstverständlich in der derzeit gültigen Rechtschreibweise.

Wer mehr über die Haltung und das Wirken Otl Aichers erfahren möchte, dem sei sein Werk "gehen in der wüste" ans Herz gelegt. Dort findet man unter anderem auch seine Begründung für die Kleinschreibung von Wörtern.

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